Do we need economic growth?

Podiumsdebatte im Berliner Salon des Freiblickinstituts, in Kooperation mit dem europäischen Netzwerk TTT- European Houses of Debates.

Datum: 07 April 2016

Zeit: 19:00

Ort: BiTS Hochschule, Bernburger Straße 31, 10963 Berlin (nahe Potsdamer Platz)

Es diskutieren:

  • Daniel Ben-Ami (Journalist und Autor „Ferraris for all“, London)
  • Ralf Fücks (Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung und Autor „Intelligent wachsen – Die grüne Revolution“, Berlin)
  • Dr. Hendrik Hagedorn (Volkswirt, BiTS Hochschule, Berlin)
  • Georgi Medarov (Soziologe, Mitglied von „New Left Perspectives“, Sofia)
  • Dr. Nikos Sotirakopoulos (Soziologe, Loughborough University)

 

Debatten über Armutsrisiken und Abstiegsgefahren prägen Europa seit Beginn der Finanzkrise. Das Beispiel Griechenland zeigt, welche Konsequenzen ein fehlendes oder schwaches Wirtschaftswachstum für eine Bevölkerung hat. Deswegen ist der Ruf nach mehr Wachstum in den vergangenen Jahren auch in Europa wieder hörbarer geworden: „Meine erste Priorität ist eine Politik, die den Schwerpunkt auf Wachstum und Beschäftigung legt“, schrieb z.B. Jean Claude Juncker, als er Präsident der EU-Kommission wurde.
Auf der anderen Seite fordert eine wachstumsskeptische Bewegung eine Abkehr vom Wachstumsgedanken. Das Streben nach immer mehr Konsum schade der Natur und letztlich auch dem Menschen. Ein steigendes Bruttosozialprodukt sei keine Garantie für ein besseres, glücklicheres Leben.
Erstaunlich ist, dass diese Kritik zu einer Zeit geäußert wird, in der das Wachstum weit hinter den Raten vergangener Jahrzehnte zurückbleibt. Wie soll es weiter gehen? Haben wir die Grenzen des Wachstums erreicht oder geben wir uns zu schnell „geschlagen“? Brauchen wir auch im reichen Westen noch Wachstum? Müssen wir zwischen wohlhabenden und ärmeren Ländern unterscheiden? Wie könnte eine positive Verteidigung des Wirtschaftswachstums aussehen? Geht es um eine rein quantitative Frage oder sollten wir uns über die Qualität, die Art und Weise des Wachstums, Gedanken machen?


Veranstaltungssprache: Englisch

Eintritt frei

 

Die Veranstaltung wird gefördert von dem Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union