Do, 25.06.2026, 18 Uhr, Freiblick Salon online

Der Nationalsozialismus verfügte über keine in sich geschlossene, theoretisch stringente Ideologie. Sein prägendes Merkmal war vor allem der mörderische Antisemitismus. Darüber hinaus verband er unterschiedliche, teils widersprüchliche Denkmuster, um verschiedene gesellschaftliche Gruppen anzusprechen.
Lange galt es als ausgemacht, dass der Nationalsozialismus eine ausschließlich „rechte“ Ideologie gewesen sei, die dem „linken“ Denken diametral gegenüberstand – nicht zuletzt deshalb, weil Sozialdemokraten und Kommunisten zu seinen ersten Opfern gehörten.
Doch gab es nicht auch Anleihen aus traditionell linken Denktraditionen? Wie ist der völkische Kollektivismus der nationalsozialistischen Ideologie einzuordnen? Und wie erklärt sich ihre ambivalente Haltung zur Moderne, die zwischen rückwärtsgewandter Romantik und Offenheit gegenüber industriellem Fortschritt schwankte?
Sind diese Fragen heute noch von Bedeutung, wenn wir über den Nationalsozialismus diskutieren?
Sprecher:
Prof. Dr. Peter Hoeres, Historiker, Autor des Buches „Rechts und links: Zur Karriere einer folgenreichen Unterscheidung in Geschichte und Gegenwart„
Lesetipp:
Till Kinzel: Ein eminent wichtiger Beitrag zur Konsensstörung in »unserer Demokratie«
Peter Hoeres: Ein Etikett für die soziale Vernichtung
Der Salon findet ausschließlich online statt:
Zoom-Link:
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Bild: Reve

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